1929 - 1947

Wieder bedrohte die wirtschaftliche Entwicklung den Verein. Diesmal war es die Weltwirtschaftskrise mit Millionen von Arbeitslosen. Der Club hatte noch Schulden vom Bau des Bootshauses. Aber zahlreiche Mitglieder, die arbeitslos waren, konnten ihre Beiträge nicht mehr bezahlen, neue Mitglieder konnten kaum gewonnen werden. Doch schließlich blieb der Club bestehen und überwand die Schwierigkeiten. Nicht zuletzt dank sportlicher Erfolge selbst in den schwierigen Jahren 1929, 1930 und 1931. Neben Hans Rein, dem zuverlässigen Sieger so vieler Wettbewerbe, so der Deutschen Meisterschaft im Einerfaltboot 1929,

waren die Namen Roland Exner, Rolf Völker, Heinz Seibel, Albert Peters, Arthur Berns, Max llbertz und Marianne Siepmann bei deutschen Wassersportfreunden bekannt, Rein und Exner wurden sozusagen die selbstverständlichen Sieger in allen Einer- und Zwei er-Wettbewerben. Längst fanden die Siegesfeiern in der Düsseldorfer Tonhalle statt.

Das Jahr 1932 brachte nicht nur weitere wirtschaftliche Schwierigkeiten, sondern auch einen Unglücksfall, wie er in der Vereinsgeschichte bis dahin nicht vorgekommen war. Rolf Völker kenterte beim täglichen Training auf dem Erftkanal und erlitt einen Herzschlag.

1933 brachte dem Verein neue Probleme, diesmal politischer Art. Er sollte, wie auch der Düsseldorfer Wassersportverein "Rex-Rhenie" im "Völkischen Schwimm-Wassersport-Verein" aufgehen. KD und Rex-Rhenie schlössen sich zusammen und waren nun 160 Mitglieder stark, dadurch konnten sie den Völkischen entwischen. Interessenkonflikte gab es nicht, Rex-Rhenie konzentrierte sich auf Geselligkeit und Wanderfahrten, der KD aufs Sportliche. Hans Rein blieben die Erfolge treu, allerdings war er als Sportwart ein unerbittlicher Trainer. 1935 konnte der erste Zehner-Canadier angeschafft werden, ein Wander- und Ausbildungsboot für die Jugend, das von Max llbertz gesteuert wurde. In den folgenden Jahren errangen die Düsseldorfer Siege um Siege in allen Sparten und Altersklassen.

Dem Vereinsleben nutzte ein in Eigenarbeit ausgebauter Clubraum mit Radio und Plattenspieler. 1936 war der Club schuldenfrei. Unbeschwert bereitete man sich auf die Olympischen Spiele vor. Hans Rein wurde Trainer der deutschen Kanufahrer in Berlin, die zahlreiche Medaillen errangen. Rein brachte dem KD als Geschenk aus Berlin einen Olympia-Rennkajak mit. 1938 erhielt ein neuer Vierer-Rennkajak des KD den Namen "Hans Rein". Als im August 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, traf dies den Verein in seinem erfolgreichsten Jahr und am Ende seines erfolgreichsten Jahrzehnts. Er galt als einer der besten deutschen Kanuvereine.

Sportler und Vereinsfunktionäre wurden Soldaten, viele von ihnen wurden getötet. Das Bootshaus lag in Trümmern, als die ersten Vereinsmitglieder aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurden und trotz Hunger und Not wissen wollten, was aus der Vereinsheimat geworden war: Unter den Trümmern ein kaum beschädigter Bootskeller. Und 1947 schon fanden in Duisburg und Düsseldorf erste Deutsche Meisterschaften statt, mit den Farben des KD.

Für unsere Mitglieder

Sie können hier Zugangsdaten für unseren geschützten Bereich (ganz oben "Login") beantragen. Alle weiteren Schritte laufen über Benachrichtigungen per E-Mail.

Zugangsdaten beantragen.